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JanuszGG

BFC Online Team

Beiträge: 2 831

Geburtstag: 1. Juni 1974 (36)

Geschlecht: Männlich

Wohnort: DDR, Prenzlauer Berg

21

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 18:36

Nun ist es also geschafft, der Artikel ist übersetzt!

:anbet Ein fetter Dank an BFCerArni und vor allem seine Mama :blume , welche den Text in so kurzer Zeit für uns übersetzt hat! :applaus Dankeschön, ihr habt was gut!!! :anbet

Bei der Übersetzung sind einige Sachen in Klammern gesetzt, dies sind nähere Erläuterungen der Übersetzerin.

Urteilt selbst:


Inoffizielle ÜbersetzungStasi-Nazi-Ossi-Hooligan-Image auf dem Prüfstand (auf Probe)Dynamos ewiges Erbeund stille VerwandlungStasis Schoßhund, Nazi-Hools-Spielplatz, alternatives Kult- und Haßobjekt: Das Sportliche ist nicht das, was den Klub BFC Dynamo interessant macht. Seine Vergangenheit, Traditionen und sein Image bringen dagegen ein faszinierendes Personalienblatt (auch StrafregisterJ) an den Tag, bei dem der Klub radikale Verwandlungen durchgemacht hat. Heute nähert sich der 10-fache Meisterklub jedoch einer Normalisierung des Fanbildes, bei dem Toleranz und Ironie die Triebkraft hinter dem Dynamo aus DDR-Zeiten ausmachen. Wir besuchten BFC-Fans und gingen auf Jagd nach dem Stasi/Nazi-Geist. Sie wurde zu einem faszinierenden Einblick in deutsche Geschichte, Identität und Abgründe, aber auch zu einem Treffen mit Menschen, welche die Obrigkeit und die Medien hart zum Sündenbock verurteilt haben.
- Von Jens Patrick Thiede

Weißsanierte Plattenbau-Hochhäuser so weit das Auge reicht: Im Bezirk Hohenschönhausen aus den 70-ern der grauen DDR, wo die Häuser mehr ”hoch” als ”schön” sind, beenden wir eine 2 km-lange Wanderung entlang der ambiente-losen (ohne Ästhetik, auch langweilig) Landsberger Allee, indem wir links in den Weissenseer Weg einbiegen, einen breiten Boulevard mit Straßenbahnschienen. Kurze Zeit später finden wir unser Teilziel: das Sportforum Dynamo, eine Sportanlage aus der Zeit des in der DDR ”real existierenden Sozialismus” mit Eislauf- und Multihalle, Athletikbahnen und Fußballstadion. Hier hält sich der BFC Dynamo auf, einer der weltweit skurrilsten Klubs mit einer sowohl grimmigen als auch faszinierenden Entwicklung: Als DDR-Topklub unter Stasichef Erich Mielkes beschützender eiserner Faust, leitete der Fall der Mauer einen Verfall des Klubs und einen Namenswechsel zu FC Dynamo ein, woraufhin Neonazis und Hells-Angel-Rocker dem Klub in den 90-ern den Ruf eines rechtsradikalen Krawall- und Haßklubs im ganzen Land verschafften, weil hartgesottene Typen sich da untereinander solidarisierten. Der Nullpunkt kam 1990, als die Polizei bei Unruhen einen BFC-Fan durch einen Schuß tötete.

”Der Klub hatte in den 90-ern eine ganz niedrige Zuschauerzahl, und deshalb konnten die Neonazis in grossem Stil bemerkt werden und alle gegen sich bekommen”, hat der frühere Kicker-Journalist Matthias Koch kurz vor dem Kampf ”Tipsbladet” gegenüber erklärt.

1999 nahm der Klub den Dynamo-Namen wieder zurück, und danach hatte er mit sowohl seinem Image, der Vergangenheit und den eigenen Dämonen zu kämpfen. Das beharrliche Vorhandensein des Klubs ist für gewisse Kräfte, die daran arbeiten, den Neonazismus niederzuhalten und die Integration zwischen Ost und West zu verbessern, wie ein Pfeil im Auge. Auch Menschen oder deren Angehörige, die unter der DDR-Diktatur und Mielkes Machtapparat gelitten haben, schaudert es, wenn der Klub erwähnt wird, und das geschieht oft in den Medien trotz der heutigen geringen sportlichen Relevanz.

Mielke und die Stasi sind weg, die DDR auch, aber Dynamo besteht weiterhin!
Das friedliche Kind der Stasi

In diesem Sinne geht der Fotograf und Schreiber dieses Artikels nun gut 19 Jahre nach dem Untergang der DDR auf Jagd nach Anzeichen des Stasi/Nazi-Geistes in das Milieu des Klubs anno 2008. Im Lichte unseres Vorurteiles hatten wir deshalb erwartet, dass unser Kontaktmann ein schwarz gekleideter Autonomer mit selbstbeweihräuchernder Erscheinung oder mit einer ”Glatze” (skinhead) war. Stattdessen zeigte es sich, dass unser Guide, Jan Berthold, ein aufgeschlossener Typ Mitte 30 war, der uns freundlich willkommen hiess und uns in ein normalerweise für Medien und andere Aussenstehende geschlossenes Gebiet einführte. Berthold sitzt im Fanrat bei Dynamo und gibt das Fanzine ”Zugriff!” heraus. Als Kind eines Stasi-Arbeiters gehört er der vergangenen DDR-treuen Garde der Linksorientierten an.Gemeinsam mit einigen wenigen Hundert Personen ist er Exponent für die friedlichen Fans, die dafür kämpfen, den Klub zu erhalten und das Image einer rechtsextremen Hochburg und Stasifavoriten zu säubern, jedoch ist es zweifelhaft, ob der BFC jemals diese Gespenster loswerden kann, räumt er ein.“Das Stasi-Image ist nur aus der DDR-Zeit. Danach war die Stasi offiziell weg, obwohl verwässerte Stasileute ja in allen Fachgruppen auftraten. In den 90-er, als der Klub FC Berlin hiess, konnte ich nicht hierher kommen, weil der Fanclub von Nazis dominiert wurde. Besonders auswärts ging es heftig zur Sache, nicht zuletzt gegen Union Berlin. Nachdem der Name “BFC Dynamo” 1999 wieder eingeführt wurde, bekamen ich und andere unseren Kindheitsklub wieder zurück. Heute ist der Klub für alle da, und ich interessiere mich nicht für die finanziellen und führungsmässigen Verhältnisse. Die Vergangenheit ist nun mal so, wie sie war. Ich komme hierher um mich wohl zu fühlen, Spass zu haben und mich zu entspannen”, sagt Jan Berthold, der trotz seiner politisch korrekten Erscheinung mit dem Schlüsselwort Toleranz nicht zögert, den Erzrivalen aus DDR-Zeiten, den non-konformen Union Berlin, als “Pöbel” zu bezeichnen. Der,in BFC-Munde, Scheiss-Union spielt heute in der 3. höchsten Spielklasse (Ober-/Regional?), während der heutige Dynamo-Kampf sich in der 5. höchsten Spielklasse (Ober-/Regional?) des Landes, der Oberliga Nord, abspielt.

Kleinbürgerliche Gemütlichkeit im Schatten des Meistermachers Mielke

Wir bewegen uns Richtung Klubhaus, einer ca. 100m² grossen Räumlichkeit mit neuem Mobiliar aus Stahl und Leder. Die eine Fassade ist mit schwarz-weissen Tafeln gedeckt, mit grafischen Indikationen der 10 Meisterschaften in Folge in der Blütezeit 1979-88, u.a. mit einem Portrait des Trainers Jürgen Bogs, der drei Mal in Folge, sowohl vor als auch nach der DDR, den Klub trainiert hat.Da das Wetter so mild ist, setzen wir uns draussen auf die deutschen Bierbänke a la Oktoberfest. Über 100 Leute sitzen da in Gruppen und plaudern, und der konforme (hier: einheitliche) Rahmen vermittelt den Eindruck eines gemütlichen Kleinbürgergeistes – ein in der marxistischen DDR-Rethorik ketzerischer Ausdruck. Hier gibt es keine mobilisierte sozialistische Einsatztruppe tapferer Kameraden, nur eine friedliche Koexistenz. Das Klubhaus liegt nur zehn Meter vom Stadion entfernt hinter der etwas bankrotten Bonzen-Lounge, wo sich gewöhnlich Erich Mielke mit bedeutsamen Kameraden (auch: Genossen) aufhielt. Mielke pflegte den Klub und hat angeblich zu dessen 10 Meisterschaften beigetragen, u.a. bezüglich merkwürdiger Schiedsrichterentscheidungen. Sieben von ihnen waren laut der Zeitung ”BZ” bei der Staatssicherheit angestellt, welches den Namen ”Stasi-Klub” und einen unpopulären Status in der DDR mit sich brachte.
Ein älterer Fan, der namentlich nicht genannt werden möchte, erzählt von den 80-ern, als der damalige Gönner des Klubs und vom Fußball besessene Stasi-Chef zu den Kämpfen kam: ”Er war begeistert dabei und und blieb den ganzen Kampf über stehen, weshalb die in seiner Nähe sich befindlichen Parteifunktionäre es nicht wagten, sich hinzusetzen. Ein verletzter Spieler stand einmal eine ganze Halbzeit lang neben Mielke”, erzählte der mittelalterliche Herr und schluckt sein Faßbier mit einem lustigen Gedröhn hinunter, als ob er die Anekdoten der Vergangenheit wegspülen will. Obwohl Mielke im Jahr 2000 als seniler 92-jähriger starb und bei den Namenlosen begraben wurde, schwebt sein Geist wie ein Joch über dem Klub. Man findet sogar Webseiten wie dynamosport.de, auf denen Mielke als Ehrenmitglied des Klubs gefeiert und ein Volksheld, Kamerad und Freund genannt wird. Jan Berthold trägt ein Retro-Shirt mit einem Mielke-Zitat auf der Rückkseite: ”Man wird doch wohl seine Meinung in diesem Land sagen dürfen!”

Jan erklärt: ”Das Zitat stammt aus Mielkes Gerichtsverhandlung nach der Wende. Der Richter hatte ihn gebeten, seine langen Erklärungen zu beenden, woraufhin gerade der Mann, der 30 Jahre lang die Meinungsfreiheit des Volkes unterdrückt hatte, sich auf die Meinungsfreiheit in der neuen Bundesrepublik berufen hatte. Das ist doch mehr als komisch”.


Die gehaßte Subkultur


Auf unserer Bank sitzt auch der Schriftsteller Andreas Gläser, geboren 1965 im damaligen Ostberlin. Er ist Autor des Theaterstücks ”Dynamoland”, aufgeführt 2007 in Berlin. Das Stück handelt vom Spannungsfeld des BFC zwischen Stasi-Vergangenheit und Nazi-Gegenwart, in dem der Klub heute ein Mikrouniversum unter den politischen Gegenpolen des Stadtteils Lichtenberg darstellt. ”Dynamoland” hat den Ruf einer ”soziologischen Erzählung über das kollektive Schicksal der Ostdeutschen, und einer Studie in politischer Geografie des Deutschland 2007”. Gläser hat auch ein Buch über den Fußball und Alltag in der DDR geschrieben, und arbeitet an einem weiteren mit gleichem Thema. Wir fragen ihn nach der heutigen Existenzberechtigung des Klubs und seiner eigenen Fangeschichte: ”Ich war DDR-treu bis ich 21 Jahre wurde, dann wollte ich in den Westen, weil die DDR keine Meinungsfreiheit hatte. Als Junge wußten wir nichts von der Stasi, wir waren Fans mit Rock’n’Roll Attituden. Wir schrieen “BFC okay – Dynamo nee”: Wir waren für den BFC, den Klub, und gegen Dynamo, also die Stasi und deren Politisierung des Klubs durch den Namen Dynamo, den die Machthaber in mehreren Ostländern benutzten. Heute bin ich Fan aus alter Sympathie. Der BFC ist ein cooler Underdog ohne Lobby, eine Subkultur ohne Massenappell und unpopular bei den Arschlöchern. Wir gehören nicht zum offiziellen Berlin, und sind kein kommerzieller Klub. Die Gefahr für Mitläufer bei Erfolg ist jedoch vorhanden. Man identifiziert sich ja umso mehr, je stärker der Klub gehaßt wird, und den Klub auf Stasi/Nazi zu reduzieren, ist völliger Scheiß, obwohl wir schon ein Imageproblem haben”, meint Gläser, der die Behandlung des Klubs durch die Medien nicht ganz fair findet.

Der negative Ruf stärkt doch bloß den Mythos BFC, und den, dass die Fans diesen als Bewältigung ihrer DDR-Vergangenheit ansehen, an die sie nicht ständig erinnert werden möchten. Andererseits möchten die BFC-Fans gerne die Titel des Klubs offiziell anerkannt haben, was nicht der Fall ist, heben die Soziologen Krankenhagen/Schmid hervor.

Der Journalist Matthias Koch erklärt gegenüber ”Tipsbladet” die Anziehungskraft des BFC besonders im Hochhausbezirk Hohenschönhausen folgendermaßen:

”Der BFC hat immer noch einen Namen, an Titel und Europacup-Kämpfe erinnert man sich noch. Der Klub ist geprägt von Zusammengehörigkeit, einer schönen Vergangenheit und guter Jugendarbeit mit damit verbundenen Arbeitslosigkeitsprojekten”.

Gerade die Jugendmannschaft des Klubs wird im Umfeld ständig mit Rufen wie ”Hochhausproletarier” oder ”Stasi/Nazi-Schwein” konfrontiert, obwohl sie erst nach dem Fall der Mauer geboren wurden. Der interne Kosename unter den BFC-Fans ist ”die Weinroten”, nach den Klubfarben Bordeaux-Rot.
Die Legende, die alle hassen:- Wir pflegen das Unpopuläre

Der heutige Kampf gegen den Vorort Falkensee nähert sich, und wir folgen dem Haufen um Berthold und Gläser. Eine gründliche Leibesvisitation erfolgt, bevor wir das erreichen, was auch schon mal bessere Tage gesehen hat. Schiefe Betonabschnitte, lose Kieswege und eine Unmenge Metallbügel umsäumt einen ansonsten schönen Platz. Die Anlage kann 11.000 Zuschauer fassen, zum heutigen Turnier sind 700 gekommen, darunter kein erkennbarer Fan von ausserhalb. Ursprünglich war der Jahn-Sportplatz im Prenzlauer Berg Heimstadt von Berthold und Gläser, der Heimplatz für den damaligen DDR-Topklub, der dann nach 1990 im Sportforum landete. Auf dieser Anlage traf Dynamo 1986 auf Brøndby im Meisterschafts Cup (mit dem Verfasser des Artikel, einem 15-jährigen Burschen, als Zeuge), und obwohl 22 Jahre vergangen sind, kommt es einem so vor, als wäre die Zeit in diesem Stadion stehen geblieben.Vor Beginn des Kampfes hängen 10 Polizisten gelangweilt an den Metallbügeln in der einen Ecke des Stadions. Die Banden sind spärlich mit ein paar Annoncen bedeckt, dagegen sind die Kurven und Längsseiten reichlich mit Transparenten behangen, die Referenzen an den Mythos/die Legende BFC beinhalten und andere witzige Andeutungen auf die Geschichte. Danke Norwegen 1936 verweist auf Norwegens 2:0-Sieg über Nazideutschland bei den Olympischen Spielen in Berlin. “There is a light that never goes out” ist ein Songtitel der britischen Kultband The Smiths aus den 80-er Jahren. Und damit gibt es genug literarische/geschichtliche Bannerhinweise, die ausreichen für eine ganze Lehrstunde für Uneingeweihte.Die meisten Zuschauer, darunter die Berthold/Gläser-Clique, und wir sind auf der kleinen Seitentribüne versammelt, gegenüber der Längsseite, im Volksmund die Gegenseite, mit Anspielung auf das Wort gegen (imod). Ein weiteres Banner besagt: Euer Haß macht uns stärker.
„Der Klub ist jetzt viel spannender als damals, als er die ganzen Titel gewonnen hatte. Alle hassen und sind gegen uns, und wir pflegen unsere Popularität. Das haben wir seit der DDR-Zeit gemacht, wo wir jungen Fans einen subkulturellen Schmelztiegel mit Punkrockern und Skinheads als Protest gegen die Stasi darstellten, die sich nicht getraut hatte einzugreifen, wenn wir eine grosse Menge im Stadion waren,” erklärte Berthold, während er über das erste Tor seiner Heimmannschaft jubelt. Der offensive Teil des Spieles ist schön, mit starken Weitschußtoren und einem aggressiven Einsatz der Stürmer zum Pausenstand 2-2.
Viele BFC-Fans fühlen sich wohl dabeim, gehasst zu werden, und sie kokettieren gerne mit ihrer Rolle als Haßobjekt. Das Gerücht Ruhestörer zu sein, wurde von den BFC-Fans ständig gepflegt, bis der Klub vor kurzem bekannt gegeben hat, dass er sich sowohl vom Stasi- als auch Nazi-Image frei machen möchte. Der Stimmung nach zu urteilen, ist das gut gelungen, obwohl es angeblich bei Auswärtsspielen anders aussieht, wo die Stimmung/die Härte doch einige dazu bringt, die Zähne zu zeigen.Wir erspähen nur etwa 10 Jungs mit kahlen Köpfen, Stiernacken und breiten Schultern, die Pilotenjacken oder Shirts mit aggressiven Aufschriften wie ”Categorie C” (Bezeichnung der Polizei für gewalttätige Fans), oder ”Hooligan” tragen. Ausserdem fällt auf, dass das deutsche Label Thor Steiner mit germanischen Runen eine Art BFC-Dresscode darstellt – ein Ausdruck für eine visuelle Annäherung der Symbolik des rechten und linken Flügels… Das konfrontierende Motto ”Da kiekste wa” (hier folgt die Erklärung auf dänisch) ist häufig auf den T-Shirts zu sehen. Hinter der Tribüne steht ein 20-Jähriger , der nur Daniel genannt werden möchte. ”Der BFC ist eine Familientradition. Mein Großvater mütterlicherseits war Nazi, wurde jedoch Kommunist und begann hierher zu kommen. Mein Vater war hier, und nun ich. Ich habe mich vor zwei Wochen für den Klub geprügelt, aber das ging nicht mehr im Stadion vonstatten, nur noch in der Stadt,” sagt er und erwähnt ein Tatoo auf dem Rücken, was wir jedoch nicht fotografieren dürfen, da es eine “private Symbolik” beinhaltet. Paranoia.

Provinzielle Selbstironie
Die Stimmung steigt in der zweiten Halbzeit, wo der BFC am Schlußresultat 3-2 keinen Zweifel lässt, dies jedoch mit Andeutungen und einzelnen Zurufen. Überschwang erzeugt Selbstironie, wie man es von dänischen Provinzstadien her kennt. Die Fans feiern jede neue Anzeige an der Tafel mit lustigen Zurufen und bringen den Anzeiger, einen kleinen rundlichen Kerl, dazu jedes Mal mit den Hüften zu wackeln, wenn er ein neues Ergebnis anzeigt. Der Torwart der Heimmannschaft wird ”Olli” genannt, da er angeblich dem blonden Herrn Kahn von Bayern ähnlich sieht, und der grinst jedes Mal breit, wenn jemand einen ulkigen Zuruf abfeuert.

Nach dem Schlusspfiff wird echte DDR-Reminiszent geboten, als künstlicher Zuschauerjubel aus einem Paar Lautsprecher aufbrandet, und man denkt sofort an einen militärischen Parade-Aufmarsch Unter den Linden während des Kalten Krieges der 70- und 80-er.
Klubgefühl über Image
Auf dem Weg raus aus dem Stadion werden wir überraschenderweise von einigen Personen aufgesucht. Das Gerücht um dänische Journalister hat uns eingeholt. ”Ob wir verdächtige Fans filmen”, will ein postmoderner Punk in den 40-igern wissen. Paranoia. Er nennt sich Maso, als Wortspiel auf Masochist (was die Feinde des Klubs als natürliche Eigenschaft der BFC-Fans ansehen). Ein Herr in den 50-ern mit Glut in den Augen nähert sich mit einem Buch über Fankultur, auf das er hinweisen will. Sein Name ist Titus Hopp, und er ist völlig offenherzig, als wir zurück zum Klubhaus gehen. Er ist Anfang 50 und hat den Dynamo als Kind eines Stasi-Offiziers von der Gründung des Klubs 1966 an mit verfolgt. Titus ist heute ein demokratischer Sozialist und ein bedächtiger Herr, der der Geschichte einen Rahmen geben kann. (im übertragenen Sinne, der die Geschichte gelebt hat)

”In den 90-ern wurde das Dynamo-Enblem als Nazi-Symbol angesehen. Die Hooligan-Zeit mit den 500 rechtsradikalen Fans, die den Klub dominiert haben, ist ein brauner Fleck in unserer Geschichte, und ich identifiziere mich nicht mit dem Klub in diesen Jahren”, erklärt er.
Titus war mit im Stadion gegen Liverpool 1972, wo dem BFC zu Hause ein 0-0 im Meisterschaftcup gelang: ”Liverpool war damals wie ein Ufo, das landete. Und als wir gegen Dresden, die Mannschaft der Polizei, spielten, wurde immer gerufen ”Die Mauer muss weg”, wenn es Freistoss gab und eine Mauer gebildet wurde”, erinnert er sich. Die Anekdoten fließen.
Wir sind am Klubhaus und stellen uns an eine kleine Bude mit Getränken. Titus fährt fort:”Wir sind auch ein Protestklub, der von unserem Trotz getrieben wird, und deshalb haben wir auch Anspruch darauf, an Teilen unserer DDR-Identität festzuhalten, u.a. am Zusammenhalt im Klubumfeld, was eine grosse Bedeutung für die Gegend hier aber auch für andere Ossies (Ostdeutsche) hat. Das Klubgefühl ist stärker und kommt von dem unglücklichen Image, welches die Zeit uns gegeben hat”, sagt er, bevor der Rest der Gruppe mit u.a auch Maso, zu uns stösst.
Stille Verwandlung
Es wird weiter geredet, während sich ca. 200 Leute friedlich um das Klubhaus versammelt haben. Titus und die anderen erklären abwechselnd die stille Verwandlung, die der Klub in den letzten Jahren vollzogen hat.
”Heute ist die Machtbalance gekippt, so dass die Leute des linken Flügels in der Mehrzahl sind. Deshalb tolerieren wir in Stille die wenigen Rechtsradikalen. Alle sollen hier sein, sonst wären wir ja wieder in der DDR-Zensur, aus der wir heraus sind”, meint Titus und verweist auf Orwells Roman Animal Farm, in dem alle gleich, aber einige gleicher sind – eine Fabel mit Parallelen zur Elitebildung und dem darauf folgenden Verfall des Systems/der Illusionen in der DDR.
”Wir wollen nur einen starken Kampf auf dem Fussballfeld, nicht ausserhalb”, fügt Maso hinzu.
Die Legende, die Vergangenheit und schnelle Dänen
Plötzlich wird mein Interesse geweckt, als die Spielertruppe am Klubhaus eintrifft. Ist das nicht …? Ja, das ist er, Rudwaleit, der BFC-Torwart, als Vilfort 1986 das 1-1 für Brøndby vor 11.000 Zuschauern im Sportforum schoß und hinter dem Eisernen Vorhang den dänischen Aufstieg in den Europacup sicherte. Der 51-jährige Bodo Rudwaleit ist heute Jugendtrainer und die einzige noch vorhandene Klublegende der 80-er Jahre, sein Sohn Robert spielte als Verteidiger beim heutigen 3-2-Sieg. Ich gehe zu der grossen, leicht staunenden Kultfigur.
”Ja, ich kann mich gut an die Kämpfe erinnern. Wir waren besser, aber räucherten aus. Die hatten ja Spieler, die später bekannt wurden. Ob ich mich während des Spiels in Kopenhagen hätte absetzen können? Ohne weiteres, aber ich hatte als Priveligierter kein Interesse daran”, erzählte der Ex-Keeper in einem emotionalen Rückblick, bei dem die Vorsicht selbst bei der heutigen Wortwahl deutlich wird. Der Freelance-Journalist Matthias Koch war damals 1986 als DDR-Bürger auch anwesend, und für “Tipsbladet” erinnertet sich: Ich ging in die 9. Klasse, hatte eine Freikarte für den Kampf und, die Dänen spielten schnell. Ich bekam einen Schal, und ein Teil der Ostdeutschen feuerte die Dänen an, die laute Tuten mit hatten …”
Tuten haben nichts mit dem heutigen Ausgang zu tun, dafür ist der Schreiberling nach 22 Jahren zurück, wo es heute, im Gegensatz zu 1986, möglich ist, das östliche Berlin ohne Visum und ohne Stasi-Leute im Nacken zu besuchen. Auf den Tribünen gibt es eine Vielfalt von Persönlichkeiten, alternative Künstler, Punker und sogar Rechtsradikale, aber alles ist besser als die Einheitlichkeit, die unter dem DDR-Regime geherrscht hat …
Die Grenze ist bei Auschwitz
Ich kehre zur Gruppe zurück, wo sich das Gespräch um die soziale Arbeit des Klubs in Kindergarten, Jugendfußball, dessen Bedeutung für den Stadtteil und andere progressive Projekte dreht. Man hört und fühlt die einvernerhmliche Solidarität unter den Fans, von denen die meisten Freunde/Bekannte sind.

Plötzlich ändert sich die Stimmung, und unsere 4-köpfige Begleitung geht schnell zu einer Bank. Begleitet von einvernehmlichen Blicken gehen wir mit und es zeigt sich, dass wir uns von einem ca. 35-jährigen großkotzigen Betrunkenen in Militärhosen und aggressivem Aussehen entfernen. Er nennt mich ”Presseschwein” und folgt uns zu der Bank, auf der wir sitzen. So haben wir einen einzigen Rechtsradikalen gefunden, und trotz der offensichtlichen Unlust der Gruppe mit ihm umzugehen, bitte ich kurz Titus Hopp ihn zu uns zu locken. Titus kommt meinem Wunsch, eine andere und rabiate Version der Geschichte zu hören, nach und ruft aus: ”Der BFC soll wie eine Kirche sein, wo die Konfrontation tabu ist, und wir über die Fronten hinaus miteinander reden. Komm her und begrüsse unsere dänischen Freunde”. Wir spüren eine unterschwellige Unsicherheit, die jedoch unterdrückt wird mit Rücksicht auf Offenheit, die Titus ergänzt mit der Idee von Selbstdisziplin und Platz für alle Menschen jeglicher Nuancen. Ausser dem türkischen Trainer für den Klub entdecken wir jedoch keine einzige farbige oder ethnische Person nach dem Kampf.

Der Nazi murmelt irgendetwas und setzt sich mit Mutwillen mir gegenüber. Er ist plump, unkoordiniert voll, und die Augen schwimmen. Er murmelt etwas von Ausschreitungen in Aue, Krawallen in Rostock, von roten Schweinen und Märtyrerfreunden, die im Kampf gegen die Behörden ”gefallen” sind. Die Aggression ist bei ihm durchgehend.

”Nun bekommt ihr ja wirklich die ganze Palette zu sehen, obwohl wir den da nicht unterstützen”, sagt Maso, der eben mit einem schönen Kasten Hopfen dazugestossen ist. Der Rechtsradikale springt auf und konfrontiert Maso, der ihm ein Bier gibt und ihn bittet, sich wieder hinzusetzen. Die nächste Viertelstunde vergeht mit lautem Gespräch zwischen dem Punk und dem Nazi über Politik und Fußball. Das meiste ist minderwertiges Trinkergerede, bei dem beide gleich radikal sind. Mal grinsen sie sich an und prosten sich zu, dann wieder springer sie auf und brüllen sich an. Worte wie Trottel und Fotze fliegen herum.
Die Umstehenden reagieren mit coolem Humor: Einer tritt zu den Streithähnen und mit gespielter DDR-Rhetorik ruft er durch ein Megaphon: ”Bürger, verhaltet euch ruhig. Die Volkspolizei ruft zur Ruhe auf, Kameraden”. Die Leute rundherum brechen in Lachen aus. ”In meinen jungen Jahren war ich mit dabei den ganzen Scheiß zu zerschlagen, als ein amerikanischer Kapitalisten-Präsident in der Stadt war”, ruft Maso plötzlich. Als wir ihn nach dem Unterschied zwischen rechter und linker Gewalt fragen, wird er sauer und schmeisst plötzlich drei mit Urin gefüllte Bierbecher auf den Tisch! Der Nazi, der sich plötzlich in der Ecke der ”sich Annähernden” befindet, und sich London nennt, nimmt das auf.”Nennt Ihr Schweinsköpfe das lustig? Typen wie du und deine roten Kameraden gehören nach Ausschwitz – auch du, du Schreiberschwein, du Handlager der Machthaber”, sagt London mit unerwarteter Schärfe zu mir. Er formt mit den Fingern eine Pistole und macht Schiessbewegungen auf unser aller Köpfer, wonach er sich, wie er glaubt, bedrohlich vorlehnt und fragt: ”Erzähl mir mal, Herr Journalist, warum ich für einen Hitler-Gruss 750 Euro bezahlen soll?”.Ich erkläre ihm, dass der in Dänemark gratis ist, aber das imponiert ihm nicht. ”Ha, Dänemark hatten wir in 15 Minuten überrollt! In der DDR wäre ich wegen eines Hitler-Grusses in den Knast gekommen, heute komme ich mit einer Geldstrafe davon, was für eine Verbessung”, gellt er, bis er zu einem SS-Gesang aus dem 2. Weltkrieg übergeht.
Titus kommt zu uns rüber. ”So, jetzt haben wir keine Lust mehr auf den, die Grenze ist bei uns mit Ausschwitz erreicht”, erklärt er. Wir beschliessen, den Tag gut sein zu lassen und erheben uns von der Bank. London folgt uns und lädt uns in sein Stammcafé ein, aber das würde als Minimum eine neue Frisur erfordern um da rein zu kommen, nein danke!

”Und du Arschloch kannst auch mitkommen”, ruft er dem Punker Maso zu, der antwortet: ”Damit Ihr mich mit 50 Mann verprügeln könnt?”.

”Gute Idee”, antwortet der Hitler-Anhänger, während wir von dannen spazieren.
Stigmatisiert

2002 wurde der ehemalige Hooligan und damalige BFC-Fanarbeiter Rainer Lüdtke in der Zeitung TAZ folgendermaßen zitiert: „Ein BFC-Fan ist provozierend. Er spielt mit rechtsradikalen Parolen um zu provozieren. Ich glaube jedoch, dass es das Stasi-Image ist, was uns den Hals brechen kann“.Heute stellt der BFC wohl eine Karikatur auf die Fußballszene dar. Als sozialer Sammelpunkt, Indentitätsträger, Symbol der Vergangenheit und historischer Ereignisse erfreut sich der Verein dennoch bester Gesundheit trotz seines ungleichen Kultstatus und Stigmatisierung als Stasi/Nazi-Haßobjekt. Die Daseinsberechtigung des Klubs wird durch die Zugehörigkeit bewußter und sympathischer Persönlichkeiten wie Titus Hopp, Jan Berthold und Andreas Gläser bewiesen.Leute wie Maso und London stehen für Unterhaltung und sind Garanten für das Interesse des Umfeldes am Klub, was wohl keiner entbehren möchte.Dynamos ewiges Erbe bleibt haften – trotz Wandlung …Nachwort:Nach einem eidrucksreichen und intensiven Nachmittag bis an die deutschen Tangenten von Emotionen und Geschichte, landen wir mit einem Pils in einer Bar im westlichen Berlin. Der Inhaber Bernd ist Anhänger des Dynamo-Feindes ausserhalb der Kategorie, der „unaussprechligen Hertha“ (hier im Sinne von Tabuthema).„Wart ihr bei Dynamo? Die wollen sich bloß interessant machen indem sie zu dem Klub stehen, und die Intellektuellen sonnen sich in dessen versumpftem Untergrund. Das ist krank“, meint Bernd. Wir erzählten ihm von einem interessanten Nachmittag, bei dem unsere Vorurteile viele Nuancen bekommen haben, und er antwortet: „Na ja, die Dinge ändern sich ja ständig hier in der Stadt“.Das muß man bejahen.Fakten:Stadion: Sportforum (12.000), (gelegentlich Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)Meisterschaften: 10 x DDR_Meister in Folge 1979-1988DDR-Pokale: (FDGB Pokal): 1959, 1988, 1989Europa Cup: Bestes Ergebis, Semifinalist bei den Pokalgewinnern 1971/1972Bekannteste Spieler: Andreas Thom (für 4,8 Millionen DM im Januar 1990 an Bayer Leverkusen verkauft), Thomas Doll, Falko GötzWebsites: www.bfcdynamo.de / www.bfcattack.de /www.dynamosport.deChronologie:1949: Die Berliner Volkspolizei in der Ostzone der Stadt gründet den Vorläufer, die Sportgemeinde Deutsche Volkspolizei1954: es wird der Sport Klub Dynamo Berlin gegründet15. Januar 1966: der heutige Berliner Fussballklub Dynamo wird geboren durch Deportation von Dresdens besten Spielern1972: Zuschauerrekord: 20.000 gegen Liverpool1979: die Glanzperiode wird eingeleitet mit der ersten von drei Meisterschaften in Folge1989: Fall der Mauer. Der Klub verliert seinen Status und Beschützer in der Stasi. Verpasst die Qualifikation in der neuen einheitsdeutschen Bundesliga, landet in der 3. höchsten Spielklasse Ober-/Regionalliga?).19. Februar 1990 – 3. Mai 1999 heißt der Klub FC Berlin, da die Leitung das Stasi-Image abschütteln und neue Såponsoren finden will. Der Versuch mißlang. Anonyme sportliche Jahre und Hooligan-Krawalle bringen den Klub in der 4. höchsten Spielklasse (Ober-/Regionalliga?).3. November 1990: Schwere Ausschreitungen beim Kampf gegen Sachsen Leipzig. Die Polizei gebraucht Schußwaffen, und der 18-jährige BFC-Fan Mike Polley wird dabei erschossen.1. Spielrunde Saison 1991/1992: Der Tiefpunkt des Klubs ist erreicht. In einer Gespensterkulisse im Jahn-Sportpark spielt man vor 75 Zuschauern und 200 Polizisten in der 3. Liga (Regional?)3. Mai 1999: Die Vereinsmitglieder wählen den Namen BFC Dynamo zurück. Ein Relikt der DDR-Zeit war auferstanden.1. November 2001: Der Klub erklärt seinen Konkurs und wird in die 5. Liga (Ober-/Regional?) relegiert.2001: Zwei Hells Angels-Mitglieder werden in den Vorstand gewählt, der Vorsitzende Rayk Bernt ist namhaftes Hell-Angels-Mitglied in Berlin. Er hiolft dem Klub finanziell weiter, während das Berliner Fussvball Café den Rahmen für 300 härteste Holls des Landes bildet.Juni 2004: Man geht Vereinbarungen mit Gläubigern ein undn der Klub wird schuldenfrei.2006: Der Klub feiert sein 40-jähriges JubiläumMai 2006: Beim Lokalderby gegen den Stadtrivalen Union Berlin stürmen Anhänger den Platz, der Kampf wird abgebrochen. Die Sponsoren verlassen den Klub.Sommer 2007: Ex-Hooligans übernehmen teilweise den Klub, u.a. durch finanzielle Unterstützung und freiwillige Arbeit. Die Polizei schätzt, dass sich 600 Hooligans im Umfeld des Klubs befinden.Oktober 2008: Spielt heute in der Oberliga Nordost/Nord, 5. höchste Spielklasse.
"Fußball ist Freiheit!"
Bob Marley

Panik, Hektik, Korruption
Adolf Prokop macht das schon.
"Schiebermeister" BFC
Adolf Prokop ist O.K.!!!
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Löwenherz (30.10.2008), Rainer (30.10.2008), Marzahner51 (30.10.2008), Ålesund (30.10.2008), Schiedsrichter_Kevin (31.10.2008), Rekordmeister (31.10.2008), 84erDynamo (31.10.2008), roga (24.03.2009)

BFCerArni

euer blöder Behinderter

Beiträge: 634

Geburtstag: 2. September 1976 (33)

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Baumschulenweg

22

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 19:17

Denk an den Wein oder Sekt :D
Achtung ich habe ?????? und kann mich deshalb nicht richtig ausdrücken.
Ich gebe aber mein Bestes.
Sollte ich mich einmal falsch ausdrücken, so ist dies keine Absicht.




Wir kennen keine Grenzen, da wir nichts hören können!
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Pankower

Angepasster Mitläufer

Beiträge: 3 672

Geburtstag: 3. März 1965 (45)

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Berlin

23

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 20:00

Nun ja, über den Inhalt kann man (teilweise) streiten, was man dem Autor aber zugute halten muss, er hat sich Mühe gegeben und nicht wie so häufig einfach altes Schubladen-Bla bla von sich gegeben.

Dank auch für's Übersetzen!!!
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Toralf

Außenstelle Süd

Beiträge: 6 952

Geburtstag: 1. Juli 1972 (38)

Geschlecht: Männlich

Wohnort: > BERLIN > MÜNCHEN <

24

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 20:12

Danke an alle Macher! :thumbup:
Sektion Süddeutschland

"Der einzige Nachteil von München ist die Entfernung zum BFC!"
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Tilla

Kategorie Z.

Beiträge: 2 236

Geburtstag: 9. Februar 1980 (30)

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Berlin-1100

25

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 22:32

OOch ick bedanke mir bei die macherse! :bfc_top
Glücklich durch den Zauberwald!
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Pre

nervöser Löschfinger

26

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 22:45

Übersetzt man im dänischen Kampf und Spiel gleichermaßen? ?(
> Sektion Süddeutschland <

Freund der 1. und 2. Halbzeit!
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Beiträge: 1 392

Geburtstag: 7. März 1976 (34)

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Ålesund

27

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 23:09

Übersetzt man im dänischen Kampf und Spiel gleichermaßen? ?(


im norwegischen heist es auch fussballkampf und nicht spiel. vielleicht beantwortet es deine frage


p.s danke janusz und den uebersetzer fuer die arbeit
ÅLESUND IM EUROPACUP 2010
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JanuszGG

BFC Online Team

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Geburtstag: 1. Juni 1974 (36)

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Wohnort: DDR, Prenzlauer Berg

28

Freitag, 31. Oktober 2008, 06:31

Kurze Anmerkung zum Inhalt: Das Zitat von Erich Mielke stammt nicht aus der Nachwendezeit, sondern wurde weit vorher ausgesprochen. Und zwar bei einem Streitgespräch zwischen Mielke und dem damaligen DDR-Fußballnationaltrainer Karoly Soos. Meine zitierte Aussage kam aus Unkenntnis zustande, ich sagte Jens Thiede aber, ich werde die echten Hintergründe hinterfragen. Dies geschah dann während des Spieles, leider scheint Jens die Richtigstellung dann irgendwie vergessen zu haben. Naja, sei es drum.

Trotz Sprachbarriere und Vorurteilen, welche ja benannt sind (!), ist es ein guter Artikel geworden. Warum geht sowas nicht in unserer Heimat??? :gruebel
"Fußball ist Freiheit!"
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Ralf W.

Meister

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Geburtstag: 4. November 1968 (41)

29

Freitag, 31. Oktober 2008, 11:16

Kurze Anmerkung zum Inhalt: Das Zitat von Erich Mielke stammt nicht aus der Nachwendezeit, sondern wurde weit vorher ausgesprochen. Und zwar bei einem Streitgespräch zwischen Mielke und dem damaligen DDR-Fußballnationaltrainer Karoly Soos. Meine zitierte Aussage kam aus Unkenntnis zustande, ich sagte Jens Thiede aber, ich werde die echten Hintergründe hinterfragen. Dies geschah dann während des Spieles, leider scheint Jens die Richtigstellung dann irgendwie vergessen zu haben. Naja, sei es drum.

Trotz Sprachbarriere und Vorurteilen, welche ja benannt sind (!), ist es ein guter Artikel geworden. Warum geht sowas nicht in unserer Heimat??? :gruebel


@Janusz,
ich glaube auch das ist nicht ganz richtig. Es war bei einem Spiel der DDR gegen Ungarn und Mielke war mit einer Entscheidung des Schieris nicht zufrieden. Er meckerte darüber und die um ihn sitzenden schauten ihn doof an. Darauf sagte er diesen Satz
" Man wird doch wohl seine Meinung in diesem Land sagen dürfen!”
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JanuszGG

BFC Online Team

Beiträge: 2 831

Geburtstag: 1. Juni 1974 (36)

Geschlecht: Männlich

Wohnort: DDR, Prenzlauer Berg

30

Freitag, 31. Oktober 2008, 11:59



Kurze Anmerkung zum Inhalt: Das Zitat von Erich Mielke stammt nicht aus der Nachwendezeit, sondern wurde weit vorher ausgesprochen. Und zwar bei einem Streitgespräch zwischen Mielke und dem damaligen DDR-Fußballnationaltrainer Karoly Soos. Meine zitierte Aussage kam aus Unkenntnis zustande, ich sagte Jens Thiede aber, ich werde die echten Hintergründe hinterfragen. Dies geschah dann während des Spieles, leider scheint Jens die Richtigstellung dann irgendwie vergessen zu haben. Naja, sei es drum.

Trotz Sprachbarriere und Vorurteilen, welche ja benannt sind (!), ist es ein guter Artikel geworden. Warum geht sowas nicht in unserer Heimat??? :gruebel


@Janusz,
ich glaube auch das ist nicht ganz richtig. Es war bei einem Spiel der DDR gegen Ungarn und Mielke war mit einer Entscheidung des Schieris nicht zufrieden. Er meckerte darüber und die um ihn sitzenden schauten ihn doof an. Darauf sagte er diesen Satz
" Man wird doch wohl seine Meinung in diesem Land sagen dürfen!”

Ja, oder eben so. Irgendwas ungarisches spielte eine Rolle.

Zum Glück habe ich das Zitat nicht ausgekramt und muss somit auch nicht für die Richtigkeit der Quelle gerade stehen. :pah

TGG, übernehmen sie!!! :aetsch
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